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InEK-Daten: bundesweite Fallzahlen je Fachabteilung, Diagnose und Prozedur

1.093.761PEPP-Fälle 2025 im InEK-Datenbrowser

Das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus, kurz InEK, sammelt jedes Jahr die Abrechnungsdaten aller Krankenhäuser, die nach DRG abrechnen. Grundlage ist §21 des Krankenhausentgeltgesetzes. Einen Teil dieser Daten stellt das InEK öffentlich über den Datenbrowser bereit.

Was sich abfragen lässt

Fallzahlen nach DRG, nach Hauptdiagnose, nach Prozedur und nach Fachabteilung, jeweils bundesweit und je Datenjahr. Für die Urologie zum Beispiel: 749.188 vollstationäre Fälle im Jahr 2025. Darin 51.570 roboterassistierte Eingriffe, 34.156 radikale Prostatektomien, 31.319 Enukleationen der Prostata.

Der große Vorteil gegenüber den Qualitätsberichten: Die Daten sind vollständig. Es gibt keine Schwelle für seltene Prozeduren und keine Auswahl der häufigsten Kodes. Deshalb eignen sie sich für Zeitreihen und für Anteilsrechnungen, etwa den Anteil minimalinvasiver Zugänge bei der Prostatektomie. Der stieg von 68 Prozent im Jahr 2021 auf 86 Prozent im Jahr 2025.

Was sich nicht abfragen lässt

Die Daten sind aggregiert. Sie nennen keine Klinik und keine Region. Wer wissen will, welches Haus wie viele Eingriffe macht, braucht die Qualitätsberichte. Die beiden Quellen ergänzen sich: InEK für das Wie viel bundesweit, Qualitätsberichte für das Wo.

Außerdem enthalten die InEK-Daten nur stationäre Fälle. Was ambulant oder über Hybrid-DRG abgerechnet wird, fehlt. Seit 2024 führt das bei einigen Eingriffen zu Brüchen in den Zeitreihen, die mit der Versorgung nichts zu tun haben. Mehr dazu im Beitrag Hybrid-DRG und Fallzahlen.

Zwei Fehler, die häufig passieren

Der erste: Prozedurenzahlen aus Qualitätsberichten und Fallzahlen aus InEK-Daten in einer Tabelle mischen. Die Qualitätsberichte zählen Prozeduren je Abteilung, das InEK zählt Fälle. Bei der endoskopischen Steintherapie liegt die Summe aus den Qualitätsberichten deshalb rund 50 Prozent über der InEK-Zahl.

Der zweite: Ein Datenjahr mit einem Berichtsjahr verwechseln. Die InEK-Daten liegen früher vor als die Qualitätsberichte. Wer beide nebeneinanderlegt, muss auf dasselbe Jahr achten.

Richard Falkai
Richard FalkaiReferent der Klinikdirektion an einer urologischen Fachklinik, Gesundheitsmanager, Gründer von urowissen.de. Wertet Qualitätsberichte, InEK-Daten und den Bundes-Klinik-Atlas aus. Mehr über mich

Veröffentlicht am 4. August 2026.

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