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Datenquellen

Was die Quellen können und was nicht

Alle Auswertungen beruhen auf öffentlichen Daten. Hier steht, was jede Quelle enthält, wo sie täuscht und wie ich sie kombiniere.

Qualitätsberichte

Rechtsgrundlage §136b SGB V, festgelegt vom Gemeinsamen Bundesausschuss. Jedes zugelassene Krankenhaus veröffentlicht jährlich einen strukturierten Bericht als XML. Für 2024 rund 2.220 Hauptberichte.

Enthalten: Standort, Träger, Betten, Fachabteilungen mit Fallzahl, Hauptdiagnosen und Prozeduren mit Anzahl je Abteilung, Leistungsangebote, Ausstattung, Personal.

Grenzen: Nur die häufigsten Prozeduren je Abteilung, Werte unter vier fehlen, gezählt werden Prozeduren, nicht Fälle. Die Zahlen sind Untergrenzen.

Wofür: Welche Klinik macht was und wie oft.

InEK-Daten

Abrechnungsdaten aller Krankenhäuser nach §21 KHEntgG, DRG und PEPP, öffentlich über den InEK-Datenbrowser.

Enthalten: Fallzahlen je DRG oder PEPP, Hauptdiagnose, Prozedur und Fachabteilung, bundesweit, je Datenjahr. Zeitreihen ab 2020.

Grenzen: Keine Klinik, keine Region. Nur stationäre Fälle; Hybrid-DRG-Fälle fehlen seit 2024, was einzelne Reihen bricht.

Wofür: Wie viel bundesweit, und wie hat sich das entwickelt.

Destatis, GKV, Register

Grunddaten der Krankenhäuser (Betten, Auslastung, Verweildauer, Personal je Fachabteilung), GKV-Rechnungsergebnisse für die Ausgabenseite, Bevölkerungszahlen für Raten je 100.000 Einwohner.

Register: Zertifizierte Zentren der Deutschen Krebsgesellschaft (OncoMap), weitere Register je Fachgebiet, verknüpft mit den Standorten aus den Qualitätsberichten.

Wofür: Kapazität, Ausgaben, Bundesländervergleich, Projektion.

Regeln

Wie ich die Quellen kombiniere

Nie mischen. Prozedurenzahlen aus Qualitätsberichten und Fallzahlen aus InEK-Daten stehen nie in derselben Spalte. Bei der Steintherapie liegen sie rund 50 Prozent auseinander.
Kodes zusammenfassen. Was medizinisch dasselbe ist, wird zusammengezählt, etwa Zystektomie (5-576) und vordere Exenteration (5-687.0). Die Definition steht in jedem Bericht.
Brüche kennzeichnen. Reihen mit Hybrid-DRG-Effekt werden am Stichtag gebrochen und beschriftet.
Untergrenzen nennen. Klinikzahlen aus Qualitätsberichten werden als Mindestwerte ausgewiesen, mit Gegenprobe über verwandte Kodes.

Und der Bundes-Klinik-Atlas?

Er nutzt dieselben Quellen und eignet sich für Einzelabfragen. Für Listen, Zeitreihen, Umkreise und eigene Eingriffsdefinitionen braucht es die Rohdaten. Mehr dazu im Beitrag Bundes-Klinik-Atlas oder eigene Auswertung.

Welche Frage soll ich für Sie beantworten?

Zwei Sätze genügen. Rückmeldung innerhalb von zwei Werktagen, das Erstgespräch ist kostenfrei.